Taler
Die "Erfindung" des Talers am Ende des 15. Jahrhunderts, war kein Zufall. Sie war vielmehr die ökonomische Konsequenz auf den zunehmenden Goldmangel durch Erschöpfung des Goldbergbaues in Mitteleuropa, bei fast gleichzeitiger Entdeckung großer Silbervorkommen in Tirol und Böhmen.
Die technischen Anfangsprobleme bei Bearbeitung relativ dicker Silberzaine, konnten rasch überwunden werden. Es sollten ja die neuen Silbermünzen im Edelmetallwert, dem alten Goldgulden entsprechen.
Daraus entwickelte sich auch die Namensgebung:
GOLDGULDEN - GULDINER (auch GULDENGROSCHEN)
JOACHIMSTHALER - TALER
Der Taler war dann fast 400 Jahre die bedeutendste Großsilbermünze in den habsburgischen Ländern, aber auch in den meisten deutschen Fürstentümern und Städten. Darüber hinaus prägten auch Italien ("Tallero"), Schweden und Dänemark ("Daler"), Lothringen ("Thallard") und die Niederlande ("Daalder") entsprechende Münzen.
Innerhalb der habsburgischen Besitzungen allein wurde der Taler in 37 Münzstätten geprägt, allerdings in sehr unterschiedlicher Anzahl und Dauer. Talersammlungen bilden daher ein fast unüberschaubares Feld von Möglichkeiten der Auswahl und Spezialisierung, bei meist hohem künstlerischen Gehalt der Gepräge und einem zusätzlichen historischen und kunstgeschichtlichen Einblick in 400 Jahre mitteleuropäischer Geschichte.
Manche Taler tragen besondere Bezeichnungen. Da erhebt sich die Frage:
Was ist ein ...taler?
Taler lassen sich natürlich, wie alle anderen Münzen, nach verschiedenen Gesichtspunkten sammeln. Zum Beispiel:
nach Herrschern
nach Münzstätten
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