Was ist ein ...?
Die Bezeichnung, die verschiede Taler tragen, bedarf öfter einer Erklärung. Hier einige Beispiele:
Ausbeutetaler
Conventionstaler
Guldentaler
Kippertaler
Königstaler
Levantetaler
Madonnentaler
Posthumer Taler
Vicariatstaler
Zwittertaler
Vereinstaler und
Kronentaler
werden in eigenen Kapiteln behandelt.
andere Themen
sind aus der Ausbeute, d.h. dem Reingewinn eines Bergwerks geprägt worden. Auch andere Münzen, die in Ihrer Aufschrift die Herkunft des Metalls angeben, werden Ausbeutemünzen genannt.
Maria Theresia:
St. Joachimsthaler - Ausbeutetaler
Prag 1758
Conventionstaler
werden alle, nach dem Münzfuss der Bayerisch - Österreichischen Münzconvention von 1753 geprägten Taler genannt. Sie blieben bis 1857 in Geltung und trugen als Erkennungszeichen ein kleines Andreaskreuz. Für Burgau wurden in den Jahren 1766 bis 67 Taler mit dem Burgauer Wappen geprägt.
Maria Theresia:
Conventionstaler für Burgau
Kronenbügel nach rechts
Günzburg 1766
Maria Theresia:
Conventionstaler für Burgau
Kronenbügel nach links
Günzburg 1766
Franz II:
Conventionstaler
Wien 1800 A
Guldentaler
Durch die 2. Augsburger Reichsmünzordnung von 1551 wurde der Guldentaler oder Reichsguldiner zu 60 Kreuzer geschaffen. Er wurde jedoch abgelehnt und 1566 vom Taler ersetzt
Ferdinand I:
Guldentaler
Hall 1563
Kippertaler
In den Jahren 1618 bis 1622, den Anfangsjahren des 30järigen Krieges, kam es zu einer rasanten Geldverschlechterung. Silberhaltige Münzen wurden eingezogen und durch schlechtere Münzen ersetzt. Der Kurs auf den kaiserlichen Talermünzen stieg bis auf 150 Kreuzer.
Ferdinand II:
Kippertaler zu 120 Kreuzer
Kuttenberg 1621
Ferdinand II:
Kippertaler zu 150 Kreuzer
Prag 1622
Königstaler
Der romisch-deutsche Kaiser wurde von den Kurfürsten gewählt. So kam es vor, dass der Wahlvorgang länger dauerte. Wurden in dieser Zwischenzeit Münzen geprägt, waren nur die königlichen Titel von Böhmen, Ungarn etc. angeführt. Diese Münzen wurden Königstaler genannt und führten im Wappen auch keinen Doppeladler.
Leopold II:
Königstaler
Wien 1790 A
Der in Günzburg 1780 entstandene Typ des 'Maria Theresien Talers', wird bis zum heutigen Tag weitergeprägt. Sein Verbreitungsgebiet lag besonders im Nahen Osten und in Afrika. Vielfach wurde er kopiert, aber die Kopien wurden nicht akzeptiert.
Maria Theresia:
Levantetaler
Italien für Eritrea
Tallero 1918 als Beischlag zum
Levantetaler
Die ungarischen Taler trugen seit Anbeginn ein Bild der 'Patona Hungariae' in ihrem Münzbild.
Franz I
Taler für Ungarn
Wien 1830 A
Josef II
Madonnentaler
Kremnitz 1783 B
nennt man Taler, die mit einer Jahreszahl ausgestattet sind, die nach dem Todesdatum des abgebildeten Herrschers liegt, eine Münze, die also posthum erschienen ist.
Matthias 1612 - 1619
Posthumer Taler
Kremnitz 1620
Während der Kaiserwahl wurde das Reich von, zu Vicaren bestimmten Kurfürsten, verwaltet. Sie hatten während ihrer provisorischen Regierung das Recht, den Doppeladler zu führen.
Friedrich August
Kurfürst v. Sachsen
Vicariatstaler 1792
werden Prägungen genannt, die sowohl auf Vorder- als auch auf der Rückseite ein Datum tragen, das mitunter unterschiedlich ist. Die Verwendung von nicht zusammengehörigen Stempeln ist meist die Ursache dafür.
Ferdinand III
Zwittertaler
Graz 1646